Beispiele für Predigt, Zitaten, Gedichte, Zeugnisse

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.
Johannes 1:5

Sie stehen nicht zum Verkauf

Ein junges Paar betrat das schönste Spielwarengeschäft der Stadt. Mann und Frau betrachteten lange die bunten Spielsachen, die in den Regalen standen, von der Decke hingen oder ungeordnet auf Bänken lagen … Im Laden gab es lachende und weinende Puppen, elektronische Spiele, Miniaturküchen, in denen man Kuchen und Pizza zubereiten konnte. Die Eheleute konnten sich lange nicht entscheiden. Da trat eine hübsche Verkäuferin zu ihnen.

„Sehen Sie“, sagte die Frau, „wir haben ein kleines Mädchen, aber wir sind den ganzen Tag nicht zu Hause und oft auch abends nicht.“

„Unsere Tochter lächelt fast nie“, fügte der Vater hinzu.

„Wir möchten ihr gern irgendein Spielzeug kaufen, damit sie sich freut“, fuhr die Mutter fort, „auch wenn wir nicht zu Hause sind. Etwas, das sie aufheitert, wenn sie allein ist.“

„Leider, gnädige Frau“, antwortete die Verkäuferin freundlich lächelnd, „Eltern verkaufen wir nicht!“


Wenn Sie sich entscheiden, ein Kind zu bekommen, gehen Sie ihm gegenüber ernsthafte Verpflichtungen ein. Alle Kinder kommen mit einer Eintrittskarte ins Leben zu uns und sagen: „Du hast mich gerufen. Hier bin ich – was gibst du mir?“ Genau hier beginnt die Erziehung.

Ein fünfzehnjähriger Junge schrieb einmal:

Ich brauchte Milch,
doch man gab mir einen Schnuller.
Ich brauchte Eltern,
doch ich bekam ein Spielzeug.
Ich wollte reden,
und man gab mir den Fernseher.
Ich wollte lernen,
und ich bekam Noten.
Ich wollte denken,
und man gab mir Wissen.
Ich brauchte eine Weltanschauung,
und man gab mir eine einzige Idee.
Ich wollte frei sein,
und ich lernte Disziplin.
Ich wollte Liebe,
und ich bekam Moralpredigten.
Ich brauchte einen Beruf,
und man gab mir eine Stelle.
Ich sehnte mich nach Freude,
und man schenkte mir ein Auto.
Ich brauchte den Sinn des Lebens,
und ich bekam eine Karriere.
Ich wollte Hoffnung haben,
und ich bekam Angst.
Ich wollte etwas verändern,
und man brachte mir Mitleid entgegen.
Ich wollte leben …

Bruno Ferrero, „Die Rose“

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Herzlich willkommen

Eine bibeltreue Predigt lebt von der klaren und unverfälschten Auslegung des Wortes Gottes. Doch Wahrheit allein genügt nicht, wenn sie im Dunkeln bleibt. Gott selbst gebraucht in der Heiligen Schrift Bilder, Gleichnisse und Beispiele, um sein Wort verständlich und einprägsam zu machen. Auch in der Predigt dienen Beispiele nicht der Unterhaltung, sondern der Erhellung: Sie helfen dem Hörer, die biblische Wahrheit zu sehen, zu verstehen und ins Leben zu übertragen. Charles Haddon Spurgeon brachte es treffend auf den Punkt, als er sagte:

„Gründe sind die Pfeiler einer Predigt, aber Gleichnisse sind die Fenster, durch die das meiste Licht einfällt.“

Bibeltreue Verkündigung braucht daher nicht nur ein festes Fundament, sondern auch Fenster, durch die das Licht der Wahrheit zu den Herzen der Menschen dringen kann.